19.03.2026

  Auswirkung der Wertmethode an Feiertagen (5 Tages Woche)

Hier wird erklärt, warum es an Feiertagen in der Auswertung zu Unter- / Überzeit kommen kann


Die Wertmethode ist für die Mitarbeitenden die gerechtere Methode. Allerdings ist ihre Berechnung vergleichsweise komplex und daher nicht selbsterklärend. Insbesondere in Wochen mit einem Feiertag kann es zu Unterstunden kommen, obwohl ansonsten regulär gearbeitet wurde.

 

Unterhalb sehen Sie ein Beispiel, welches dies nochmals genauer erklärt.

Beispielangaben:

Pensum: 100%

Stunden pro Woche: 42.5h

Sollstunden pro Arbeitstag: 8h 30  Minuten

 

Bei einer Wochenarbeitszeit von 42.5 Stunden entsprechen die Sollstunden in einer 5 Tage-Woche jeweils 8 Stunden und 30 Minuten pro Tag.

In diesem Beispiel wird an vier Tagen jeweils 9 Stunden und an einem Tag 6 Stunden und 30 Minuten gearbeitet. Auch so ergibt sich total die Wochenarbeitszeit von 42.5 Stunden.

Fällt ein Feiertag auf einen regulären Arbeitstag, werden dem Mitarbeitenden 8 Stunden und 30 Minuten gutgeschrieben. Liegt der Feiertag auf einem Tag, an dem normalerweise 9 Stunden gearbeitet wird, entsteht dadurch eine Minuszeit von 30 Minuten.

Fällt der Feiertag hingegen auf einen Arbeitstag an dem 6 Stunden 30 Minuten gearbeitet wird, werden ebenfalls 8 Stunden und 30 Minuten gutgeschrieben. Dadurch entsteht ein Plus von 2 Stunden.

Da Feiertage über die Jahre hinweg relativ gleichmässig auf die Wochentage verteilt sind (mit wenigen Ausnahmen wie z. B. Karfreitag), gleichen sich diese Differenzen langfristig wieder aus. (4x -30 min, 1x +120min)

 

Der gleiche Effekt tritt selbstverständlich auch bei Teilzeitmitarbeitenden auf, wobei die Berechnung der Arbeitszeit entsprechend ihres individuellen Pensums angepasst wird.

 

Um den Einfluss von Feiertagen in der Statistik zu verkleinern, empfiehlt es sich, längere Zeiträume auszuwerten.